
Customer Lifetime Value als KPI im Performance Marketing: Tracking, Attribution & CRM-Integration
Warum der Kauf allein nicht mehr reicht
Noch vor wenigen Jahren haben wir in Performance Marketing vor allem eine Zahl gejagt: den Cost-per-Conversion – also: Wie teuer ist es, jemanden zum Kauf zu bewegen?
Heute wissen wir: Diese Metrik greift zu kurz. Der Customer Lifetime Value (CLV), also der gesamte Wert, den ein Kunde oder eine Kundin über den gesamten Zeitraum der Beziehung generiert, ist deutlich aussagekräftiger – strategisch, finanziell und operativ.
Als Senior CRM Managerin sehe ich täglich, wie entscheidend ein integriertes Verständnis von CLV für den Erfolg von Kampagnen ist – gerade, wenn CRM und Performance Marketing Hand in Hand arbeiten.
Was ist CLV – und warum interessiert uns das im Performance Marketing?
Der Customer Lifetime Value sagt uns: Was ist ein einzelner Kunde langfristig wert – nicht nur beim ersten Kauf, sondern über Monate oder Jahre hinweg?
Das ist entscheidend, wenn wir:
- Budgets in Meta oder Google Ads effizienter steuern wollen
- unterschiedliche Zielgruppen vergleichen möchten
- Wachstum skalieren wollen, ohne kurzfristige Margen zu opfern
Denn: Nicht alle Conversions sind gleich viel wert. Vielleicht kostet mich ein Neukunde aus Kampagne A 30 €, einer aus Kampagne B 50 €. Auf den ersten Blick gewinnt Kampagne A. Aber wenn der Kunde aus Kampagne B im ersten Jahr 500 € Umsatz bringt – und der andere nur 100 € – sieht die Sache ganz anders aus.
Wie messen wir den CLV? CRM + Datenlogik = Erfolg
Die Grundlage für verlässliche CLV-Daten ist ein gut strukturiertes CRM-System. In unserem Fall nutzen wir Plattformen wie Klaviyo, Salesforce oder HubSpot – je nach Kunde und Use Case.
Wir kombinieren folgende Datenquellen:
- Transaktionsdaten aus dem Shopsystem (z. B. Shopify oder WooCommerce)
- Engagement-Daten aus E-Mail, SMS oder App-Push
- Support- und Retourendaten
- Marketingdaten aus Meta, Google & Co.
Durch diese Integration kann unser System den individuellen CLV jedes Kunden dynamisch berechnen – und sogar prognostizieren, wie sich dieser entwickeln könnte.
Und dann? Attribution neu denken.
Der nächste Schritt ist die Attribution: Welcher Kanal, welche Kampagne oder welches Touchpoint hat welchen CLV-Anteil generiert?
Wir nutzen hier modellbasierte Ansätze wie Data-Driven Attribution oder Multi-Touch-Attribution, um genau zu verstehen:
- Welche Kampagnen bringen nicht nur Sales, sondern besonders wertvolle Kund:innen?
- Woher kommen unsere „High CLV“-Segments?
- Welcher Kanal sorgt für schnelle, aber wenig profitable Kunden?
Das beeinflusst direkt unsere Budgetsteuerung im Performance Marketing – und sorgt dafür, dass nicht nur die Conversion Rates, sondern die Kundenqualität steigt.
Beispiel aus der Praxis: A/B-Test auf Basis von CLV-Daten
Ein Kunde aus dem Fashion-Bereich wollte wissen, ob er lieber in TikTok Ads oder in Google Shopping investieren sollte. Beide Channels hatten ähnliche CPA-Werte – aber komplett unterschiedliche Customer Profiles.
Nach der CRM-basierten Analyse stellte sich heraus:
Google Shopping brachte viele einmalige Käufer, meist Schnäppchenjäger
TikTok Ads brachte weniger Käufer, aber mit doppelt so hohem CLV
Fazit: TikTok wurde zur Priorität – und mit personalisierten E-Mail-Strecken ergänzt, um den CLV weiter zu steigern.
Wie Performance & CRM zusammenwachsen
Früher wurden CRM und Paid Media oft getrennt betrachtet. Heute ist klar: Die größte Hebelwirkung entsteht genau an der Schnittstelle.
Was wir konkret tun:
- Spezielle Lookalike Audiences aus „High-CLV“-Segmenten erstellen
- Automatisierte Retargeting-Strecken aufsetzen, basierend auf CLV-Potenzial
- Kampagnenziele nicht auf ROAS oder Conversions beschränken – sondern auf expected CLV
- Gerade im D2C- und SaaS-Bereich ein Gamechanger.
Fazit: CLV ist der neue ROAS
Wer ab 2025 noch ausschließlich auf kurzfristige Conversion-Ziele setzt, wird schnell an Wachstumsgrenzen stoßen. Wer hingegen CLV als zentralen KPI in CRM und Performance integriert, trifft smartere Entscheidungen – für profitables, nachhaltiges Wachstum.
Als CRM Managerin sehe ich es als meine Aufgabe, genau diese Brücke zwischen Daten, Strategie und Kampagnen zu schlagen. Mit dem CLV haben wir dafür endlich den richtigen Kompass.
Autorin:
Katharina Schifer
Senior CRM Managerin
„Ich glaube an datengetriebene Entscheidungen – aber bitte immer mit Weitblick.“
WARUM ZU NAYOKI_
Digital Pioneer
Analogue Background
Wir sind eine der größten, inhabergeführten Digital-Media-Agenturen Deutschlands. Mit über 100 MitarbeiterInnen betreuen wir führende Marken aus den unterschiedlichsten Branchen, wie beispielsweise Unilever, BMW, Philip Morris, WMF, Schüco oder im Bekleidungs- und Fashion-Sektor unter anderem Wolford, bugatti, Betty Barclay, Sportalm und Venice Beach.
JETZT kontaktieren_
WIR Verstehen DICH!
Lass uns gemeinsam für Dein digitales Business messbaren Erfolg generieren.